Wer sich ein wenig mit der Hundefotografie beschäftigt weiß, dass es einiges zu beachten gibt und man mit der richtigen Ausrüstung und Technik wirklich viel erreichen kann. Besonders als Fotografie-Anfänger stellt man sich daher zu Beginn viele Fragen, das ging / geht mir auch nicht anders.
Daher habe ich dir hier meine Top 10 Tipps für schöne Hundefotos zusammengestellt, die mir immer sehr geholfen haben.
- Auf Augenhöhe mit dem Hund fotografieren
- Bringe viel Geduld mit
- Vorher planen
- Genug Leckerlis und Spielzeug
- Fokussiere die Augen
- Suche spannende Perspektiven
- Achte auf den Hintergrund
- Kenne deine Kamera
- Achte darauf, dass dein Hund Spaß hat
- Sei nicht zu kritisch mit dir selbst – und mit deinem Hund
Auf Augenhöhe mit dem Hund fotografieren
Normalerweise sind wir es als Menschen gewohnt unseren Hund von oben zu betrachten – klar, er ist ja auch kleiner als wir. Um ausdrucksstarke Bilder zu bekommen ist es jedoch von Vorteil, sich auf Augenhöhe zu dem Hund zu begeben. Außerdem zeigt man so meiner Meinung nach auch einen gewissen Respekt gegenüber dem Hund. Probier es am Besten selber aus und sieh den Unterschied.
Bringe viel Geduld mit
Der größte Unterschied von der Tierfotografie zur Landschaftsfotografie ist, dass man es bei der Tierfotografie mit Lebewesen zu tun hat, die ihren eigenen Kopf haben. Daher ist es besonders wichtig viel Geduld mitzubringen. Dein Hund möchte vielleicht grade lieber spielen oder ist durch äußere Einflüsse abgelenkt. Rechne damit und sei vorbereitet. Manchmal hilft es schon ihn einfach etwas spielen zu lassen und anschließend zu shooten. Versuch doch die Zeit des Spielens zu nutzen um die Kamera richtig einzustellen und vielleicht sogar ein paar Schnappschüsse in Bewegung einzufangen. Bleib ruhig und geduldig, denn wenn du nervös und hektisch bist, überträgst du dies nur auf deinen Hund.
Vorher Planen
Ich persönlich nehme meine Kamera fast immer bei geeignetem Wetter mit auf Spaziergänge mit Heidi, aber die Wahrscheinlichkeit gute Bilder bei spontanen Gassi-geh-Shootings zu bekommen ist deutlich geringer als bei geplanten Shootings. Daher mein Tipp: Überlege dir vor dem Spaziergang, wo auf der Route besondere Spots sind, die du für Fotos nutzen kannst und welche Posen du gerne shooten möchtest. So kannst du den Spaziergang optimal vorbereitet nutzen um schöne Fotos zu machen. Natürlich spricht auch nichts gegen den ein oder anderen Schnappschuss zwischendurch.
Genug Leckerlis und Spielzeug
Wie bereits erwähnt hast du es mit Lebewesen zu tun und du kannst dir die Arbeit ein wenig vereinfachen, wenn du immer genügend Leckerlis und vielleicht auch Spielzeug dabei hast. So kannst du einfach die Aufmerksamkeit deines Hundes gewinnen und seinen Fokus auf dich und deine Kamera lenken.
Fokussiere die Augen
Zu Beginn kannst du natürlich am einfachsten mit Autofokus fotografieren, aber mit mehr Erfahrung solltest du darauf umstellen den Fokus manuell zu setzen, und zwar auf die Augen.
Die Augen sind der Spiegel der Seele.
Japanisches Sprichwort
Auch die Augen eines Hundes spiegeln dessen Charakter und Seele wider, weshalb der Fokus auf die Augen gelegt werden sollte. Das verleiht dem Bild eine ganz besondere Atmosphäre und du fängst das Wesen des Hundes ein.
Suche spannende Perspektiven
Ich habe ja bereits im ersten Punkt erwähnt, dass es ideal ist die Hunde auf Augenhöhe zu fotografieren, was allerdings nicht bedeutet, dass du immer nur die gleiche Perspektive wählen musst. Bei Bilder, auf denen der Hund zum Beispiel über einen Baumstamm springt, wirkt es noch besser, wenn du von soweit unten wie möglich fotografierst. So hebst du den Hund optisch noch in die Höhe und generierst ein ganz besonderes Feeling. Aber auch die Vogelperspektive kann für das ein oder ander Bild von Vorteil sein.
Achte auf den Hintergrund
Manchmal bin ich so auf Heidi oder meine anderen Models fixiert, dass ich nicht darauf achte, dass grade im Hintergrund Spaziergänger vorbei gehen oder ein Ast aus dem Gebüsch so komisch ragt, dass es aussieht als würde dieser aus Heidis Ohr wachsen. Daher achtet auf den Hintergrund um nachher vor bösen Überraschungen geschützt zu sein.
Kenne deine Kamera
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass du deine Kamera kennen solltest, schließ muss ein Handwerker ja auch seine Werkzeuge kennen. Und nichts anderes ist die Kamera für den Fotografen – ein Werkzeug. Also setz dich mit deiner Kamera auseinander, spiele mit ISO, Blende und Verschlusszeit um ein Gespür für die manuellen Einstellungen zu bekommen. Je besser du dein Werkzeug verstehst und einstellen kannst, desto besser werden auch deine Fotos.
Achte darauf, dass dein Hund Spaß hat
Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten, wenn nicht sogar DER wichtigste Tipp. Heidi ist das geborene Model, sie bleibt brav in Position sitzen und schaut ganz wie ihre Namensvetterin Heidi Klum in die Kamera. Allerdings hat auch sie Tage, an denen sie lieber schnuppert und keinen Spaß daran hätte zu posieren. Und genau dann hat es für mich keinen Sinn sie dazu zu zwingen, da sonst die Ergebnisse auch nicht gut werden und wir nur beide frustriert wären.
Nicht zu kritisch sein
Aller Anfang ist schwer, aber das heißt nicht, dass es nicht besser wird. Mach nicht den Fehler grade zu Beginn deine Fotos mit denen der Profis zu vergleichen, denn auch die haben mal klein angefangen. Wenn du also professionelle Tierfotos siehst, nimm sie als Anreiz aber nicht als Vergleich, denn das würde dich nur frustrieren. Man kann dennoch vieles von Profi Bildern mitnehmen und lernen und versuchen sich daran zu orientieren. Allerdings darf man nicht frustriert sein, wenn es nicht wie beim Profi aussieht. Das sieht es bei mir auch noch nicht, aber wie heißt es so schön:
Übung macht den Meister! Also schnapp‘ dir deine Kamera, deinen Hund, geh‘ raus und übe, übe, übe! Du wirst sehen, dass du mit der Zeit immer besser wirst.
Ich hoffe meine Tipps konnten dir helfen und du bleibst fleißig dran! In diesem Sinne denkt immer daran:
Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen. Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst!
Japanisches Sprichwort
Eure Denise



